Die Sache mit der Zensur

Ich bin ja erst wenige Stunden in China, und als achtsamer Tourist werde ich kaum viel vom politischen System am eigenen Leib erfahren. Vieles ist auch nicht so, wie der Eindruck von China im Westen ist: Nachdem ich das Visa gezeigt, zweimal die Fingerabdrücke erfasst (wieso auch immer die linke Hand an zwei Posten, die rechte hingegen nur an einem) und ein kleines Zettelchen ausgefüllt habe, war ich drinnen im Land. Eine Einreise in die USA ist da viel mühsamer. Und nun kann ich mich völlig frei bewegen, da gibt es keine “Aufpasser” und “Spione”. Die meisten Stadtmenschen ignorieren mich komplett, obwohl ich heute gerade mal zwei andere Weisse ausserhalb des Flughafens gesehen habe – da erregte ich in Südostasien öfters mal mehr Aufmerksamkeit.

Was ich aber schmerzlich merke, ist die Internetzensur: Nicht nur Regierungskritik ist gesperrt, sondern neben vielen anderen westlichen Diensten auch WhatsApp, Facebook (inkl. Messenger) und sämtliche Google-Dienste! Erstaunlicherweise geht Microsoft, also wird jetzt mit Bing gesucht… Und gechattet wird hier sowieso mit WeChat, eine chinesische Mischung von WhatsApp und Facebook.

2 Kommentare

  1. Jaaaa, da dachte ich schon, dass sich mein mann scheiden lassen will, als er sich über whatsapp 24h nicht gemeldet hat während seines shanghai aufenthalts… alles ein bisschen anders….

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