Vor längerer Zeit wanderte ich der Glatt entlang, von der Mündung im Rhein bis zum Ursprung im Greifensee. Dies ist nun eine Art Fortsetzung über einen der Zuflüsse in den Greifensee.
Für mich überraschend gibt es eine Verbindung zwischen Pfäffikersee und Greifensee. Sie ist allerdings weder auf der Karte noch vor Ort immer einfach zu entdecken.
Der Start meiner Wanderung fand ich an einem Ausläufer des Greifensees. Der Aabach geht dort mit kaum Strömung durch eine geschützte Uferzone. Allgemein hat es um die beiden Seen sehr viel Naturschutzgebiet, in denen es um diese Jahreszeit schön grünte und zwitscherte.

Nach kurzer Zeit durch ein Waldstück ist der Aabach inmitten der Stadt Uster. An den meisten Orten hat er zumindest teilweise natürliche Ufer und dichte Vegetation. Die Strömung ist meist kaum sichtbar, weil viele kleine Flusskraftwerke stauen. Dank Infoschildern erfuhr ich, dass diese noch aus der Zeit der Industrialisierung stammen.

Uster überraschte mich mit hohen Neubauten, Strassencafes und sehr viel wildem Grün überall. Es wirkte beinahe wie die hippsten Öko-Quartiere in Zürich. Doch leider waren nur einige Meter neben diesen Zonen die Strassen voll mit Autos, welche sich durch die breiten Strassen zwängten und es nach Agglo wirken liess.

In der Stadt konnte ich dem Aabach gut folgen, er ist nirgends eingeröhrt, sodass ich viele Fische und hier gar einen Graureiher sah.

Ausserhalb der Stadt wird das Tal eng und der Weg führt selten am Aabach entlang. Das Aathal ist momentan ganz schön mit Wäldern und hohen bunten Wiesen unter hellem Sonnenschein. Doch war ich hier schon oft im Regen oder unter Hochnebel, um das wohl einzige Bekannte in diesem engen Tal zu besuchen – das Dinosauriermuseum Aathal.

Nach dem Bahnhof Aathal wird das Tal breiter, was genutzt wurde um Burger Kings, Outdoor-Shops und Lagerhallen hinzustellen. Bei West-Wetzikon dann zweigt der Aabach Richtung Pfäffikersee ab.

Nun fliesst der Aabach oft durch Weiher oder kleine Seen hindurch – oder durch alternative Wohnzonen mit ihren kunterbunten Bastel- und Kreativprodukten.

Der letzte Abschnitt führt durch das grosse Naturschutzgebiet beim Pfäffikersee. Die hohen Wiesen, die vielen Tümpel und überall Insekten und Vögel sind wunderschön.

Die Quelle schaut ähnlich aus wie die Mündung, eine beinahe strömungsfreie Erweiterung des Sees. Das Dorf auf dem Hügel ist Seegräben mit dem berühmten Jucker-Hof. Dort gab es dann einen guten Kaffee.

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